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Meine ersten Erfahrungen mit dem Rudersport machte ich während verschiedenen Ferienaufenthalten bei meinen Grosseltern im Tessin. Mein Grossvater war damals Trainer im lokalen Ruderclub (Club Canottieri Lugano) und nahm mich jeweils mit zum Training. Dort durfte ich jeweils auf dem Surf-Skiff (einem Surfbrett mit Ruderaufsatz) den anderen, meist deutlich älteren Jungen und Mädchen hinterher rudern. Damals sagte mir mein Grossvater und heutiger Trainer: "Wenn du gross bist, mache ich dich zum Schweizermeister." Er sollte das Versprechen halten. Doch bevor ich meinen Weg zum Rudersport endgültig fand, verging noch einige Zeit.

Zum ersten Mal regelmässig im Ruderboot sass ich während eines Anfängerkurses im Jahr 2003 im Basler Ruder-Club, zu dem mich mein Vater überredet hatte. Jeweils Donnerstags und Samstags vermittelten uns damals Christian Griss und Matthias Walser die Grundlagen der Rudertechnik und schon damals legte ich einen gewissen Ehrgeiz an den Tag: Bald schon wollte ich nicht mehr in den breiten Anfängerbooten Rudern, sondern in ein schmales Skiff sitzen! Gleichzeitig lockten andere Beschäftigungen wie die "Jungschi" und auch der Umstand, dass ich vor den grossen Rheinschiffen und den Industrieanlagen am Ufer einen gehörigen Respekt hatte, führte dazu, dass ich das Rudern für einige Zeit wieder aus den Augen verlor.

Im Jahr 2005 war es wiederum mein Vater, welcher mich in den Basler Ruder-Club mitnahm, weil dort der erste Profitrainer in der Geschichte des Vereins seine Arbeit antrat. Im ersten Training waren wir sage und schreibe drei Personen: der Trainer Hansjörg Meier, Samuel Aeby (mit dem ich später meine ersten Rennen bestreiten würde) und ich. Irgendwie brachte es Hansjörg fertig, in mir die Leidenschaft für den Rudersport endgültig zu entfachen. Ich lernte bei ihm Rudern und gewann ein Jahr darauf - völlig überraschend - bei den C-Junioren (13/14jährige) die Goldmedaille im Skiff an den Schweizermeisterschaften. In einem spannenden Rennen konnte ich den bisherigen Saison-Dominator Valentin Gmelin in dieser Kategorie zum ersten Mal bezwingen. Diese Motivationsspritze führte dazu, dass in meinem Leben alles dem Rudersport untergeordnet wurde und dass ich Jahr für Jahr mehr Zeit in das Training investierte. Mit Valentin verbindet mich bis heute ein gesunder Konkurrenzkampf und das gemeinsame Ziel, an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro teilzunehmen.

Mit 15 Jahren, in meiner ersten Saison als B-Junior also, setzte ich mich mit Benedikt Hegglin vom SC Zug (damals trainierend in Lugano) in den Doppelzweier. Gecoacht wurden wir in diesem Boot erstmals von meinem Grossvater. Nach den ersten Regatten, die wir als Jüngere in unserer Kategorie sowohl im Skiff wie auch im Doppelzweier dominierten, sahen wir uns schon als Goldanwärter für die Schweizermeisterschaften. Unglücklicherweise kam es dann doch ein wenig anders, weil zwei sehr starke B-Junioren des älteren Jahrgangs, welche die ganze Saison über bei den A-Junioren an den Start gingen, auf die SM hin in die B-Juniorenklasse zurückkehrten. So reichte es mir im Skiff nur zur Bronzemedaille und im Doppelzweier resultierte gar ein undankbarer vierter Rang.

Weiter zu: Der Durchbruch.

Bearbeitet am 14. Oktober 2011

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