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Der Durchbruch Print

Nach den Schweizermeisterschaften 2007 war ich einerseits ein wenig enttäuscht vom Resultat, andererseits schwor ich Revanche. Gleich nach dem Wettkampf wurde der Weggang unseres Trainers Hansjörg Meier bekannt. Um die damit entstandene Betreuungslücke zu schliessen, stellte sich mein Grossvater Stefan Fabian ab sofort als mein persönlicher Trainer zur Verfügung. Auch als ein knappes Jahr später der neue Clubtrainer Matthias Schmitz seine Stelle antrat, führte ich die Zusammenarbeit mit meinem Grossvater weiter, weil sie sich als sehr fruchtbar erwiesen hatte und dies auch bis zum heutigen Zeitpunkt ist.

Mit immer weiter gesteigertem Trainingsaufwand und grosser Trainingsdisziplin erzielte ich über den Winter ansprechende Resultate und wurde im Frühjahr 2008 vom Schweizerischen Ruderverband als erst 15jähriger sogar zu den SRV Final Trials (wichtigster Selektionswettkampf des Verbandes) eingeladen. Leider konnte ich dort aufgrund einer Nervenentzündung im linken Ellbogen nicht teilnehmen. Von diesem Rückschlag liess ich mich jedoch nicht lange aufhalten und schaffte es, mit erst 16 Jahren im Doppelvierer an die Coupe de la Jeunesse (inoffizielle Junioren-Europameisterschaft) in Cork IRL selektioniert zu werden.

An den kurz darauf stattfindenden Schweizermeisterschaften legte ich eine an diesem wichtigsten nationalen Wettkampf selten gesehene Überlegenheit an den Tag: im U17-Doppelvierer in Renngemeinschaft mit dem RC Uster lag zwar nur Bronze drin, aber im U17-Skiff und im U17-Doppelzweier mit Valentin Gmelin (RC Uster) dominierten ich/wir die Konkurrenz mit 6 bzw. 11 Sekunden Vorsprung fast nach Belieben.

Die Teilnahme an der Coupe de la Jeunesse wurde für mich zu einer Enttäuschung, weil ich wegen einer Erkältung nicht an den Start gehen konnte.

Die Erfolge an den nationalen Titelkämpfen gaben mir jedoch einen erneuten nachhaltigen Motivationsschub, welcher mir ein äusserst konsequentes Wintertraining ermöglichte. Obwohl ich die Saison 2009 als erst 17jähriger bestritt, etablierte ich mich in den SRV-Wintertests bereits in der nationalen Spitze der 17/18jährigen A-Junioren. An den SRV Final Trials im April gelang mir dann ein wahrer Exploit: Ich schlug in einem hochklassigen Rennen mit einem Vorsprung von minimalen 16 Hundertstelsekunden den ein Jahr älteren Vorjahressieger und unbestrittenen Favoriten Elias Farhan.

In der Folge wurde ich vom Ruderverband im Schweizer Doppelvierer an die Junioren-Weltmeisterschaften in Brive-la-Gaillarde FRA selektioniert - leider hatte mein Rücken schon ein paar Wochen zuvor begonnen, Probleme zu machen. Trotz grosser Bemühungen, unzähliger Arzttermine und Physio-Sessions bekam ich meine Rückenschmerzen nicht in den Griff und sah mich schliesslich gezwungen, den kompletten Rest der Saison inklusive Schweizermeisterschaften und Junioren-Weltmeisterschaften abzusagen.

Weiter zu: Verletzung & Comeback.

Bearbeitet am 31. Oktober 2011

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