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12. Juli 2012

U23-WM Day 1: direkte Halbfinalqualifikation

Veröffentlicht in Wettkämpfe

U23-WM Day 1: direkte Halbfinalqualifikation

Bilder zu Reise, Unterkunft, Regattaplatz
Bilder zum Vorlauf

Die Auslosung bescherte mir die Vorlaufgegner Griechenland, Italien, Slowakei, Dänemark und Georgien. Die Bahnverteilung sah mich auf Bahn 2 vor, den Griechen zu meiner Rechten auf Bahn 1, links neben mir sollte der Italiener auf Bahn 3, der Slovake auf 4, der Däne auf 5 und der Georgier auf Bahn 6 starten. Den Griechen kannte ich von einer Direktbegegnung im letzten Jahr an der Regatta Essen, wo er mich mit zwei Sekunden Vorsprung auf den Silberrang verwies. Meine anderen Mitstreiter waren mir abgesehen von meinen Recherchen in der Worldrowing-Athletes-Database unbekannt – ich ging also relativ ahnungslos an den Start und rechnete mit allem.

Nach einem ausgezeichneten Start punkt 10:12 Uhr war ich dann doch etwas überrascht, als ich mich bei der 250m-Marke an erster Stelle wiederfand, eine knappe halbe Länge vor dem gleichauf liegenden Griechen und Slovaken. Meine Führung konnte ich bis zur 1000m-Marke sogar etwas ausbauen, realisierte aber, dass meine Beine nicht so frisch waren wie nötig, um den Vorsprung bis ins Ziel zu bringen. Bei 1500 Metern bewahrheitete sich diese Befürchtung und der Grieche konnte seinen Rückstand verringern und mich kurz darauf überholen – ich fuhr sozusagen „gegen die Wand“ und musste um meinen zweiten Rang, der für den direkten Halbfinaleinzug berechtigte, zittern angesichts des stark spurtenden Italieners, der seinen zwischenzeitlichen 8-Sekunden-Rückstand auf mich bis ins Ziel auf 3 Sekunden reduzieren konnte.

Nach der Ziellinie hatte ich Mühe, mich aufrecht zu halten und es wurde mir ständig schwarz vor Augen – plötzlich taten mir alle möglichen Körperstellen unglaublich weh und hätte ich die selbe Erfahrung vor zwei Jahren nicht schon einmal genau so gemacht, hätte ich den Wettkampf für mich als abgeschlossen betrachtet. Mit der Erfahrung vom Coupe de la Jeunesse 2010 im Hinterkopf, als es mir nach dem Vorlauf genau gleich ging und ich in der Folge trotzdem noch eine Silbermedaille erringen konnte, nahm ich mir vor, den freigewonnenen Freitag optimal als Ruhetag zu nutzen, meine Energiespeicher zu füllen und nach der Erkältung ganz gesund zu werden – so dass ich im Halbfinale von Samstag um einen Finalplatz würde mitfahren können.

Um den Kopf etwas frei zu kriegen, besichtigte ich also am Freitag nach der ersten Trainingseinheit bei einem kurzen Spaziergang das Wahrzeichen der Stadt: die Burg von Trakai. Von Tom Rosenheck, unserem mitgreiesten Physiotherapeuten der Schulthessklinik Zürich, liess ich mir wie jeden Tag die Beine etwas lockern (herzlichen Dank Tom für deinen grossen und wertvollen Einsatz!) und absolvierte am Abend noch eine zweite lockere Einheit auf dem Galve-See. Den Rest der freien Zeit verbrachte ich mit meinen Bemühungen, meine Nervosität unter Kontrolle zu bringen. 

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